Helga Koch
geb. 1931

23.6.1931Geboren
1951Verhaftung in Köthen

Zunächst in Köthen, dann in Strausberg inhaftiert

Transport nach Potsdam in das Gefängnis Leistikowstraße

Hier saß sie mehrere Monate mit zwei Frauen in einer Zelle
Aug. 1951Verurteilung zu 25 Jahren Haft wegen angeblicher Spionage
Sep. 1951Sie wird mit den beiden anderen Frauen nach Moskau transportiert und von dort aus weiter in das Lager in Workuta
1955Entlassung und Rückkehr nach Halle/Saale

Heirat
1956Nachdem ein Kollege ihres Mannes, der selbst 1953 für 9 Monate inhaftiert gewesen war, verhaftet wurde, fliehen sie gemeinsam in die Bundesrepublik

Lebt heute in Alzey

Helga Koch vermutet als Hintergrund ihrer Verhaftung, dass sie zusammen mit anderen ein russisches Flugblatt im Wald gefunden und mitgenommen hat. Dabei wurden sie offenbar beobachtet. Daraus wurde dann der Vorwurf abgeleitet, sie hätten sowjetischen Offizieren zur Flucht verhelfen wollen und Kennzeichen von Panzern notiert.

Eine Karte, die der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes im Frühjahr 1955 an die Angehörigen der in der Sowjetunion verhafteten und verurteilten Deutschen verteilte. Sie zeigt die beim DRK bekannt gewordenen Lager-Gebiete, in denen auch deutsche Häftlinge inhaftiert waren.

nach links nach rechts